Shwedagon Pagode – 3 Tipps für Myanmars Wahrzeichen in Yangon

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Die Shwedagon Pagode (auch Shwedagon Paya genannt) ist das Highlight in Yangon. Eigentlich jeder Tourist, der Myanmar (das ehemalige Burma) besucht, ist hier einmal gewesen. Dies liegt zum einen daran, dass die meisten internationalen Flüge in Yangon eintreffen. Daher verbringen die meisten Besucher ihre ersten Reisetage in der Regel hier. Zum anderen ist die Shwedagon Pagode auch eine der berühmtesten Stupas weltweit. Und zugleich das wohl wichtigste Wahrzeichen Myanmars.

Stupas spielen im buddhistischen Glauben eine wichtige Rolle. In Myanmar werden Stupas auch Paya genannt. Hier werden häufig Überreste (Reliquien) des Buddhas aufbewahrt. Zugleich gelten die Payas als Denkmäler und haben in der Regel eine Glockenform. Die Shwedagon Paya in Yangon ist ein besonders prunkvolles Denkmal. Sie ist 99 Meter hoch und thront auf dem Singuttara-Hügel über der Stadt. Für ihren Bau wurden insgesamt 60 Tonnen Gold verwendet. Daher gibt es vor Ort auch viele Wachleute und Polizisten, die das Heiligtum vor möglichen Diebstählen und Beschädigungen schützen.

Im März 2016 kamen übrigens 58.466 ausländische Besucher zur Shwedagon Pagode. Dies entspricht einem Besucheraufkommen von 1.886 Touristen pro Tag (Quelle: Statistik auf der offiziellen, englischsprachigen Webseite der Shwedagon Pagoda). Die überwiegende Mehrheit davon stammte aus Thailand. Hinzukommen viele einheimische Besucher aus Myanmar. Da das Gelände rund um den Stupa aber sehr groß ist, verteilen sich die Besucher hier gut. Alleine die aus Marmor gefertigte Plattform rund um die große Stupa misst ca. 60.000 Quadratmeter (ca. 8,4 Fußballfelder).

Die wichtigsten Informationen für deinen Besuch haben wir in der nachfolgenden Übersicht aufbereitet:

Unaufschiebbar Logo Final klein transparentInformationen zur Shwedagon Pagode
Eintritt (Stand Februar 2019)10.000 Kyat pro Person für Ausländer (ca. 5,77 Euro)
Kinder unter 5 Jahren sowie Einwohner Myanmars haben freien Eintritt
ÖffnungszeitenTäglich von 4 Uhr morgens bis 22 Uhr abends (der letzte Einlass erfolgt um 21:45 Uhr)
Beste BesuchszeitSpäter Nachmittag und Abend
KleidungsordnungSchultern und Knie müssen bedeckt sein. Zudem musst du deine Schuhe und Socken ausziehen. Weite Ausschnitte und sehr enge Hosen sind ebenfalls unerwünscht.
Koordinaten
(Google Maps)
Standort der Pagode aufrufen »

Die Eintrittsgebühr kann vor Ort nur in bar bezahlt werden. Sofern du kein Bargeld dabei hast, gibt es an den Eingängen aber auch Geldautomaten (ATMs), an denen du mit der Kreditkarte Geld abheben kannst. Wir selber nutzen übrigens die DKB Kreditkarte für unsere Reisen. Hiermit kannst du weltweit ohne Bankgebühren Geld abheben. Nachdem du die Eintrittsgebühr bezahlt hast, erhältst du einen Aufkleber, den du während des Besuchs sichtbar am Oberteil tragen sollst.

Shwedagon Pagode Yangon eingerüstet abends
Hier siehst du die eingerüstete Shwedagon Pagode im Dunkeln mit schöner Beleuchtung

Unsere Top 3 Tipps für die Shwedagon Pagode

Um deinen Besuch der Shwedagon Paya möglichst schön zu gestalten, haben wir nachfolgend unsere Top 3 Tipps zusammengestellt. Falls du darüberhinaus noch weitere Tipps hast, freuen wir uns, wenn du diese hier teilst. Dann können zukünftige Besucher von deinen Erfahrungen noch profitieren :-) Hinterlasse dazu gerne einen Kommentar unter dem Beitrag, falls du einen Tipp ergänzen möchtest.

Seit September 2018 ist die Spitze der Shwedagon Pagode zu Renovierungszwecken übrigens mit Bambus eingerüstet. Hier wird neues Blattgold angebracht. Auch als wir im Februar 2019 dort waren, war der Stupa tatsächlich von einem Gerüst umgeben. Da das Gerüst allerdings farblich an die Pagode angeglichen ist, fällt die Einrüstung nicht allzu stark auf. Die Renovierung soll Ende März 2019 abgeschlossen sein. Eine ermäßigte Eintrittsgebühr aufgrund der Renovierungsarbeiten gibt es übrigens nicht.

Shwedagon Pagode eingerüstet mit Neben-Stupas
Hier siehst du die eingerüstete Shwedagon Paya mit einigen kleineren Stupas im Vordergrund

Tipp Nr. 1: Besuche die Shwedagon Pagode auch abends

Da es tagsüber sehr warm in Yangon wird (je nach Jahreszeit zwischen 30 und 37 Grad Celsius), solltest du deinen Besuch nach Möglichkeit nicht mittags planen. Denn dann ist die Sonneneinstrahlung zudem stark und es gibt rund um den großen Stupa kaum Schatten. Daher ist ein Besuch entweder am Morgen oder am späten Nachmittag und Abend empfehlenswert.

Da die Shwedagon Pagode am Abend auch beleuchtet ist und dann besonders viele Einheimische zum Gebet hierher kommen, ist dies aus unserer Sicht die beste Besuchszeit. Wenn du am späteren Nachmittag um ca. 16:30 Uhr kommst, kannst du den Stupa zunächst noch im Hellen erleben. Je nach Jahreszeit geht die Sonne dann zwischen 17:30 Uhr (im Dezember) und 18:42 Uhr (im Juli) unter. Die genaue Uhrzeit des Sonnenuntergangs für deinen Besuchstag kannst du z.B. auf dieser Webseite finden.

Kurz vor dem Sonnenuntergang werden die goldenen Stupas und Pagoden zudem in ein besonders schönes Licht getaucht. Daher ist diese Uhrzeit auch für Fotografen sehr reizvoll. Sobald es dunkel wird, ist das Gelände dann schön beleuchtet. Zudem zünden die Gläubigen rund um den großen Stupa zahlreiche Kerzen an. Hierdurch wird die Stimmung zusätzlich schön und romantisch.

Da es auch den Einheimischen tagsüber zu warm ist und sie häufig auch arbeiten müssen, ist abends die Hauptzeit für Gebete. Daher erlebst du am Abend besonders viele Gebets-Gesänge und Opfergaben rund um den Stupa. Aufgrund der schönen Stimmung und des authentischen Treibens rund um die Pagode, haben wir den Besuch am Abend am schönsten erlebt. Wenn du allerdings eine Zeit suchst, zu der weniger Menschen vor Ort sind, sind der Morgen und Mittag die besseren Besuchszeiten.

Tipp Nr. 2: Nehme dir ausreichend Zeit, um alle Details zu entdecken

Nicht nur der große Stupa selbst, sondern auch die vielen Pagoden darum herum sind im Shwedagon sehenswert. Daher verbringen viele Besucher hier ca. 2,5 bis 3 Stunden. Wir selbst hatten am Anfang gar nicht damit gerechnet, dass wir uns so lange aufhalten würden. Schließlich haben wir u.a. in Thailand schon viele buddhistische Tempel und Stupas gesehen. Doch wir wurden eines besseren belehrt :-)

Denn die Shwedagon Pagode bietet tatsächlich sehr viele Details, die einen genaueren Blick wert sind. Die große Stupa, die aus 60 Tonnen Gold besteht, ist an der Spitze zudem mit vielen Diamanten und Rubinen verziert. Alleine an der Wetterfahne befinden sich ca. 1.100 Diamanten. An der Spitze der Stupa, der sogenannten Hti, gibt es insgesamt ganze 4.351 Diamanten. Einer davon hat sogar 76 Karat.

Um die große Haupt-Stupa herum befinden sich zudem 60 weitere, kleinere Stupas. Auf dem gesamten Gelände gibt es zudem mehrere Hundert Buddha-Figuren. Die gläubigen Buddhisten kommen zum Gebet vor allem in ihren sogenannten „Wochentags-Tempel“. Dieser bestimmt sich nach dem Wochentag ihrer Geburt. Wenn du wissen möchtest, an welchem Wochentag du geboren wurdest, kannst du dies z.B. auf dieser Webseite durch die Eingabe deines Geburtsdatums herausfinden.

Bedeutung der Wochentage

Jedem Wochentag ist eine andere Buddha-Figur zugeordnet. Der Mittwoch ist zudem in morgens bis vormittags (bis 12 Uhr) und nachmittags bis abends unterteilt. Die Gläubigen übergießen ihren Wochentags-Buddha insgesamt 5 Mal mit Wasser. Hierzu stehen neben jedem Wochentags-Buddha Blechtassen und Wasserkrüge bereit. Auch als Tourist bist du dazu eingeladen, dieses Ritual mitzumachen. Es soll vor allem Glück und Zufriedenheit bringen.

Zudem gibt es je nach Wochentag auch ein zugehöriges Tier und einen Himmelskörper. Ähnlich wie unseren Sternzeichen sind den Tieren verschiedene Eigenschaften zugeordnet. Hieraus werden teilweise Rückschlüsse darüber gezogen, welche Tierbilder besonders gut zueinander passen. Welches Tier und welcher Himmelskörper du gemäß des buddhistischen Glaubens in Myanmar bist, kannst du aus der folgenden Übersicht entnehmen:

Hinweis: Wenn du gerade ein Smartphone nutzt, kannst du innerhalb der Übersicht zur Seite scrollen, um alle Einträge zu sehen.

Tag der GeburtZugeordnetes TierZugeordnete Eigenschaft(en) des TiersZugeordneter HimmelskörperPosition des Buddhas um die Stupa
MontagTigerEifersuchtMondOsten
DienstagLöweEhrlichkeitMarsSüdosten
Mittwoch Vormittag (24 bis 12 Uhr)Elefant mit StoßzähnenJähzornMerkurSüden
Mittwoch Nachmittag (12 bis 24 Uhr)Elefant ohne StoßzähneJähzornRahu (imaginärer Planet)Nordwesten
DonnerstagRatteGüteJupiterWesten
FreitagMeerschweinchenRedseligkeitVenusNorden
SamstagNaga-SchlangeFriede, Wohlstand und StreitsuchtSaturnSüdwesten
SonntagGaruda (Vogel)Kraft und GeizSonneNordosten

Zudem kannst du tagsüber wie auch abends den Gebets-Gesängen der Einheimischen zuhören. Auch einige Buddhisten, die im Tempel meditieren, kannst du finden. Etwas skurril wirkt dazwischen dann der „Reinigungsdienst“. Du wirst immer wieder einige Gruppen sehen, die die Plattform rund um die große Stupa in langen Reihen mit Besen reinigen. Dies verspricht ein gutes Karma, sodass die Reinigung durch freiwillige Helfer erfolgt. Wenn du auch etwas für dein Karma tun möchtest, kannst du dir einen der Besen am Rand nehmen und mithelfen.

Buddha Wasser Ritual Shwedagon Pagode Yangon
Im Bild-Hintergrund siehst du einen Gläubigen, der gerade die Buddha Figur mit Wasser übergießt

Tipp Nr. 3: Denke an den Mückenschutz

Ein wichtiger Tipp ist zudem der Mückenschutz. Denn leider gibt es in Myanmar auch Tigermücken, die Denguefieber, Malaria und den Zika-Virus übertragen können. Die Tigermücken sind sowohl tag- wie auch nachtaktiv und somit dauerhaft ein potentielles Risiko. Da es gegen Denguefieber, Malaria und den Zika-Virus leider keine Impfstoffe gibt, helfen zum Schutz nur ein gutes Mückenmittel oder lange Kleidung.

Da wir die Shwedagon Pagode an unserem ersten Tag in Myanmar besucht haben, waren wir noch nicht auf das Barfuß herumlaufen eingestellt. Somit hatten wir uns vorher zwar mit Mückenschutz eingesprüht, jedoch dabei unsere Füße vergessen. Diese sind normalerweise ja durch unsere Schuhe geschützt. In der Dämmerung haben uns dann tatsächlich zwei Mückenstiche am Fuß erwischt. Zum Glück scheint es keine Tigermücke gewesen zu sein.

Dennoch ist hier Vorsicht besser als Nachsicht. Denn Denguefieber, Malaria oder den Zika-Virus möchtest du auf deiner Reise gewiss nicht bekommen. Daher empfehlen wir dir, immer ein Mückenschutzmittel dabei zu haben und dieses regelmäßig neu aufzusprühen (ca. alle 4 bis 5 Stunden). Für Reisen haben wir dabei selbst die besten Erfahrungen mit Anti Brumm Forte gemacht.

Da uns dieses vor Ort in Myanmar jedoch leider ausgegangen ist, mussten wir auch auf lokale Mückenschutzsprays zurückgreifen. Diese enthalten zwar auch den Wirkstoff DEET, allerdings in geringerer Konzentration. Daher wirken sie aus unserer Erfahrung nicht ganz so zuverlässig. Aber immer noch deutlich besser als gar kein Mückenschutzmittel. DEET sorgt übrigens dafür, dass der menschliche Geruch von den Mücken nicht mehr erkannt werden kann.

Mehr zum Thema Mückenschutz auf Reisen erfährst du auch in diesen Beiträgen von uns:

Mückenschutzmittel DEET Myanmar
Dieses einheimische Mückenschutzmittel mit DEET riecht gut und ist in Myanmar z.B. in Apotheken und auch einigen Supermärkten erhältlich

Anreise zur Shwedagon Paya

Die Shwedagon Pagode liegt zentral in Yangon. Da die Fortbewegung innerhalb der Stadt größtenteils mit Taxis funktioniert, empfehlen wir dir auch ein Taxi für die Anreise zur Pagode. Je nachdem, von wo aus du startest, liegen die Preise aus unserer Erfahrung zwischen 2.500 Kyat für kurze Strecken und 6.000 Kyat für Fahrten in die Außenbezirke. Dies entspricht ca. 1,44 bis 3,46 Euro pro Fahrt (Stand Februar 2019).

Von einigen Hotels kannst du zudem zu Fuß zur Shwedagon Pagode laufen. Eine Auswahl von nahegelegenen, gut bewerteten Hotels haben wir nachfolgend aufgeführt. Die Bewertungen entsprechen dem Stand Februar 2019.

Hinweis für Smartphone-Nutzer: Auch in dieser Übersicht kannst du zur Seite scrollen.

Unaufschiebbar Logo Final klein transparentEntfernung zur Shwedagon Pagode Bewertung bei Booking Durchschnittspreis pro Nacht (für 1 Doppel- oder Zweibettzimmer)
Merchant Art Hotel (4 Sterne)500 Meter8,6 von 10 (aus 865 Bewertungen)31 Euro (inkl. Frühstück)
Bodhi Nava Boutique Hostel & Café (1 Stern)700 Meter9,1 von 10 (aus 70 Bewertungen)32 Euro
Hotel H Valley Yangon (3 Sterne)700 Meter8,7 von 10 (aus 218 Bewertungen)33 Euro (inkl. Frühstück)
Hotel Shwe Yee (3 Sterne)800 Meter9,1 von 10 (aus 151 Bewertungen)36 Euro (inkl. Frühstück)
My Hotel (3 Sterne)1 Kilometer8,6 von 10 (aus 32 Bewertungen)33 Euro (inkl. Frühstück)
Savoy Hotel (5 Sterne)1 Kilometer9,1 von 10 (aus 207 Bewertungen)159 Euro (inkl. Frühstück)

Alle Hotels kannst du z.B. über Booking reservieren. In der Regel kannst du diese sogar bis zum Anreise-Tag noch kostenfrei wieder stornieren. Falls du einen neuen Account bei Booking anlegst, sparst du mit unserem Booking Startguthaben Coupon zudem 15 Euro.

Falls du die Shwedagon Paya im Rahmen eines Stadtrundgangs besichtigen möchtest, ist dies ebenfalls möglich. Dies hat dann den Vorteil, dass dir auch ein Guide mit Erklärungen und Informationen zur Pagode und allen weiteren Sehenswürdigkeiten in Yangon zur Seite steht. Zudem wirst du in deinem Hotel mit einem klimatisierten Auto abgeholt und musst dich um den Transfer nicht selbst kümmern.

Einen geführten Stadtrundgang bietet z.B. unser langjähriger Kooperationspartner getyourguide an. Hierbei siehst du neben der Shwedagon Pagode dann auch den Chauk Htat Gyi Tempel mit einem großen, liegenden Buddha, den Scott Market und die Sule Pagode. Die Tour findet auf Englisch statt und kostet inklusive Eintrittsgebühren und Transfer 25 Euro pro Person (Stand Februar 2019). Und hier kannst du das Angebot zum Stadtrundgang anschauen.

Treppenaufgang Shwedagon Pagode Myanmar
Hier siehst du einen der Treppenaufgänge, die zur Shwedagon Pagode hinaufführen

Die Geschichte der Pagode

Zur Entstehungsgeschichte der Shwedagon Pagode gibt es verschiedene Varianten. Eine Erzählung, die von Mönchen überliefert wurde, besagt, dass die Händler-Brüder Bhallika und Taphusa am 49. Tag nach seiner Erleuchtung auf den Siddhartha Gautama Buddha persönlich trafen. Dies muss zu Lebzeiten des Buddhas vor dem Jahr 486 vor Christus passiert sein.

Sie schenkten ihm einige Stücke Honigkuchen. Nachdem Buddha diese gegessen hatte, fragten die Brüder ihm nach einem Präsent, das sie mit nach Hause nehmen konnten. Der Buddha revanchierte sich, in dem er ihnen 8 seiner Kopfhaare gab. Auf dem Weg nach Hause mussten die Brüder jedoch insgesamt 4 der Haare wieder abgeben. 2 Haare gingen an den König von Ajjhatta und 2 weitere Haare an König Jayasena als eine Art Wegezoll. Die Brüder kehrten also mit 4 Haaren zurück nach Yangon und übergaben diese an den damaligen König Okkalapa.

Der König würdigte dieses Geschenk, in dem er eine 10 Meter hohe Stupa dafür errichten ließ. Hierin wurden die Buddha-Haare in einer Gold-Schatulle eingemauert. Damals soll die Shwedagon Pagode also deutlich kleiner gewesen sein. Die komplette Geschichte kannst du auch auf der englischsprachigen Webseite der Pagode nachlesen.

Archäologischen Schätzungen zufolge soll die Pagode allerdings erst zwischen dem 6. und 10. Jahrhundert nach Christus entstanden sein. Es wird davon ausgegangen, dass der Bau durch die ältesten, bekannten Einwohner Myanmars, das Mon-Volk, geschah. Was davon du nun glauben möchtest, bleibt dir selbst überlassen ;-)

Im Jahr 1372 wurde die Pagode dann vom damaligen König Binnya U auf 18 Meter erweitert. In den darauffolgenden Jahrhunderten gab es weitere Könige, die Shwedagon noch weitere 3 Male vergrößerten. Ihre heutige Größe erhielt die Pagode schließlich im Jahr 1774 durch König Hsinbyushin. Anschließend wurde der Stupa weiter mit Gold, Edelsteinen und Glocken geschmückt. Zudem gab es mehrere Erdbeben, die zwischenzeitlich immer wieder Erneuerungen an der Pagode erforderten.

Im Jahr 1920 ging Shwedagon dann nochmals in die Geschichte ein. Denn die Pagode wurde zum wichtigsten Schauplatz für die Studentenrevolte gegen die britische Kolonialregierung.

Betende Buddhisten Shwedagon Paya Yangon
Zum Gebet knien die gläubigen Buddhisten meistens mit Opfergaben in den Händen vor dem großen Stupa nieder

FAQ – Fragen und Antworten

Damit für deinen Besuch der Pagode möglichst wenige Fragen offen bleiben, haben wir nachfolgend ein FAQ erstellt. Sofern du noch mehr Fragen zur Shwedagon Pagode hast, beantworten wir diese aber ebenfalls gerne (sofern wir können). Schreibe hierzu einfach einen Kommentar mit deiner Frage unter den Beitrag.

Wann ist die beste Besuchszeit für die Shwedagon Pagode?

Da es tagsüber sehr warm in Yangon wird, sind die besten Besuchszeiten am Morgen und späten Nachmittag / Abend. Zum Sonnenaufgang sowie vor dem Sonnenuntergang hüllen die Sonnenstrahlen die goldenen Pagoden in ein besonders schönes Licht. Daher sind diese Tageszeiten nicht nur ein Highlight für (Hobby-)Fotografen. Wenn du möglichst viele Gebete und das authentische Treiben rund um die Pagode erleben möchtest, ist abends die beste Besuchszeit.

Was genau sollte man tragen?

Um dich in Myanmar respektvoll zu kleiden, gelten folgende Kleidungsregeln:

  • Keine schulterfreien Oberteile
  • Keine Tank Tops oder Spaghetti-Träger => die Schultern sollten also immer bedeckt sein
  • Nichts Bauchfreies
  • Keine durchsichtigen Oberteile oder Hosen
  • Keine zu engen Hosen
  • Bedeckte Knie (am besten lange Hosen)
  • Und ganz wichtig: Sobald du die Treppen zum Aufstieg erreichst, musst du barfuß weitergehen

Wir haben die Zugangskontrollen zur Shwedagon Pagode im Vergleich recht streng erlebt. Während wir in alle anderen Tempel und Pagoden mit unseren knielangen Hosen problemlos hineingehen konnten, mussten wir bei Shwedagon tatsächlich noch einen Sarong darüber tragen. Obwohl die Knie durch unsere Hosen bedeckt waren. Einen Sarong hatten wir ohnehin mit, den anderen haben wir gegen einen Pfand (3.000 Kyat) am Eingang ausleihen können. Das Geld gab es später entsprechend wieder zurück.

Beim Herausgehen haben wir zudem miterlebt, dass eine chinesische Besuchern aufgrund einer zu engen, bodenlangen Jeans zusätzlich einen Sarong umbinden musste. Daher solltest du beim Besuch der Pagode darauf vorbereitet sein, dass du zum Tragen eines Sarongs aufgefordert wirst.

Warum muss man eigentlich barfuß in die Pagode gehen?

Diese Frage haben wir uns selbst gestellt und daher einfach mal einen gläubige Buddhisten gefragt. Es ist wohl so, dass die Schuhe zu Ehren von Buddha ausgezogen werden. Da es zu Lebzeiten des Buddhas noch keine Schuhe gab, musste auch Buddha selbst immer barfuß laufen. Daher zieht man aus Respekt vor Buddha auch heute noch seine Schuhe aus. Während du in einigen Ländern wie z.B. Thailand aber zumindest noch Socken anlassen kannst, wird diese Tradition in Myanmar etwas strenger ausgelegt. Buddha hatte schließlich auch keine Socken ;-)

Wo bekommt man vor Ort weitere Informationen?

Trotz der Eintrittsgebühr erhältst du vor Ort tatsächlich nur wenige Informationen. Wenn du dich noch nicht mit dem buddhistischen Glauben beschäftigt hast, wirst du die meisten Dinge daher vermutlich nicht verstehen. Es gibt vor Ort aber einige englischsprachige Guides, die dich vermutlich mehrfach ansprechen werden. Die Gespräche beginnen dabei fast immer gleich.

Die Guides kommen sehr freundlich auf dich zu und fragen zunächst, wo du herkommst und ob es dir bislang in Myanmar gefällt. Du erhältst hier schnell den Eindruck, dass sie tatsächlich nur ein nettes Gespräch mit dir führen möchten. Doch spätestens nach einigen Minuten bieten sie dann auch ihre Dienste als Guide an. Oftmals zeigen sie dir hierfür ein Buch mit handgeschriebenen Empfehlungen aus aller Welt. Auch deutschsprachige Bewertungen sind hier vertreten.

Wenn du ihre Leistungen ablehnst, wirst du dann auch ziemlich schnell uninteressant und das zunächst nette Gespräch endet recht abrupt. Hier ist der typische Tourismus-Gedanke also leider schon angekommen. Sofern du dich für einen Guide entscheidest, ist die Geldsumme später meist eine „freiwillige Spende“. Aus unserer Erfahrung sind die Guides ab ca. 10.000 Kyat (etwa 5,77 Euro) einigermaßen mit der freiwilligen Spende einverstanden ;-) Manchmal nennen sie ihren Preis aber auch schon vorab.

Wir haben zudem auch erlebt, dass uns ein Guide zunächst einige Rituale vor Ort erklärt hat. Danach zeigte er uns auf seinem Handy dann einige Bilder aus einem Waisenhaus, für das er wohl arbeitete. Dann öffnete er auch ein kleines Buch mit Spendengeldern, wo viele verschiedene Währungen vertreten waren. Unter anderem auch ein 100 Euro Schein. Als wir dann 10.000 Kyat als Spende abgaben, war ihm dies eindeutig zu wenig.

Wenn du vor Ort also einige Informationen durch einen Guide erhalten möchtest, solltest du auf diese Dinge gefasst sein. In den Pagoden haben wir es leider so erlebt, dass es am Ende nur darum geht, eine möglichst hohe Spende („donation“) von den Touristen zu erhalten. So richtig freiwillig kam uns die Höhe des Spendenbetrags jedoch leider nicht vor…

Shwedagon Pagode Yangon Eintritt
Als Ausländer musst du eine Eintrittsgebühr für die Shwedagon Pagode in Höhe von 10.000 Kyat zahlen

Wann gibt es besondere Feste in der Shwedagon Pagode?

Auf besondere Festtage kannst du dich in Yangon zu folgenden Anlässen freuen:

  • Februar / März: Das Fest zum Vollmond-Tag „Tabaung Festival“ im burmesischen Monat „Tabaung“
  • April: Das burmesische Neujahrsfest, das „Thin-gyan Festival“ heißt und traditionell mit vielen Wasser-Schlachten gefeiert wird
  • April / Mai: Das Festival zum Tag des Buddhas (auch unter „Kasone Festival“ bekannt)
  • Juli: Fest zum Beginn der buddhistischen Fastenzeit, auch „Waso Festival“ genannt
  • Oktober: Fest zum Ende der buddhistischen Fastenzeit, auch als „Thadingyut Festival“ bekannt
  • November: Das Tazaungdaing Festival“, bei dem in der Shwedagon Wettbewerbe stattfinden, bei denen es darum geht, wer am schnellsten eine neue Robe weben kann

Ist ein Besuch auch mit körperlichen Einschränkungen möglich?

Sofern du keine Treppen laufen kannst, ist dies in der Shwedagon Pagode kein Hindernis. Es gibt einen separaten „Touristen-Eingang“, der als „Entrance for foreigners“ ausgeschildert ist. Hier kannst du barrierefrei über Aufzüge nach oben gelangen. An der Touristen-Information werden zudem auch Rollstühle ausgeliehen. Falls du die anderen Eingänge nutzt, gibt es hier tatsächlich nur Treppen. Es führen dich dann über 100 Stufen hinauf.

Wie interessant ist die Pagode für Kinder?

Insgesamt ist uns bei unserem Besuch aufgefallen, dass nur wenige Kinder in der Pagode waren. Die meisten Kinder waren dabei von einheimischen Besuchern. Dies liegt wohl vor allem daran, dass aus unserer Wahrnehmung generell nur wenige Familien nach Myanmar reisen.

Aufgrund des vielen Golds und der prunkvollen Tempel und Pagoden ist ein Besuch der Pagode aus unserer Sicht aber auch mit Kindern lohnenswert. Für die Kleinen gibt es viel zu entdecken. Die vielen Lichter und teilweise auch bunte Lichterketten sind in der Regel auch für Kinder interessant. Zudem ist die Tempelanlage weitläufig, sodass sich die Menschenmengen auch bei einem höheren Besuchsaufkommen recht gut verteilen.

Shwedagon Pagode Plattform
Hier siehst du einen Teil der großen Plattform, die um die Shwedagon Pagode herum gebaut ist

Gibt es vor Ort auch Toiletten?

Oben auf der Plattform vor der großen Stupa gibt es keine Toiletten. Dafür findest du entlang der Treppen-Aufgänge aber kostenfreie, sehr einfache Toiletten-Anlagen. Toiletten nach westlichem Standard („toilets for foreigners“) gibt es zudem im Erdgeschoss des Touristen-Eingangs.

Kann man in der Pagode auch etwas essen und trinken?

Wenn du einmal oben angekommen bist, hast du keine Möglichkeit mehr, um etwas zu essen oder zu trinken zu kaufen. Entlang der Treppen-Aufgänge findest du aber zahlreiche Shops, die unter anderem auch Getränke und kleinere Snacks anbieten. Richtige Restaurants gibt es entlang der Pagode jedoch nicht.

Wie spricht man den Namen Shwedagon Pagode eigentlich aus?

Die Aussprache ist gar nicht so schwierig, wie wir zunächst dachten. Du spricht es fast so, wie du es auch liest. Die deutsche Schreibweise wäre wohl „Schwedagon Pagode“.

Persönliches Fazit – Lohnt sich ein Ausflug zur Shwedagon Pagode?

Auch wenn es während unserer Myanmar-Reise einige Orte gab, die uns mehr gefallen haben (vor allem Bagan und der Inle Lake), ist die Shwedagon Pagode definitiv einen Besuch wert. Wenn du in Yangon bist, ist die Pagode das Highlight der Stadt, das du eigentlich nicht verpassen solltest. Die Anlage ist durch das viele Gold sehr prunkvoll und es gibt viel zu entdecken. Zudem sorgen die vielen Lichter und Kerzen am Abend dafür, dass ein Besuch dann besonders stimmungsvoll wird.

Myanmar Shwedagon Pagode Kerzen abends
Auch am Abend ist es nicht so voll, dass du ständig von Menschen umringt bist

Wir müssen aber auch zugeben, dass wir selbst mit etwas anderen Erwartungen nach Yangon gereist sind. Vorab hatten wir viel darüber gelesen, wie wenig touristisch und authentisch das Land noch ist. Als uns in der Pagode dann die ersten Einheimischen ansprachen und in ein Gespräch verwickelten, hatten wir uns zunächst über das scheinbar ehrliche Interesse an uns gefreut. Leider stellte es sich dann aber doch nur als Verkaufs-Masche heraus. Hier waren wir menschlich ein kleines bisschen enttäuscht, was aber definitiv an unseren falschen Erwartungen lag.

Ansonsten hatten wir vor allem in der Shwedagon Pagode auch sehr lustige Begegnungen. Viele Einheimische und sogar ein Mönch wollten uns liebend gerne fotografieren. Ganz so alltäglich sind blonde, fast 2 Meter große Touristen (= Christian) dann wohl doch noch nicht ;-) Wir haben gerne für ein Selfie mit den Einheimischen posiert und dabei tatsächlich auch sehr nette Begegnungen gehabt.

Ein wenig schade fanden wir zudem jedoch noch, dass es (wie oftmals in Südostasien) nur eine Eintrittsgebühr für Ausländer gibt. Auch wenn wir bestimmt mehr Geld zur Verfügung haben, schafft dies aus unserer Wahrnehmung irgendwie immer eine Art „Zweiklassen-Gesellschaft“. Die mögen wir persönlich gar nicht gerne, aber daran muss man sich als Reisender in Südostasien wohl einfach gewöhnen.

Wie waren deine Erfahrungen in der Shwedagon Pagode? Bist du schon einmal hier gewesen? Falls ja, wie hast du den Besuch erlebt? Und welche Tipps hast du vielleicht noch für andere Reisende? Wir würden uns freuen, wenn du deine Eindrücke mit uns teilst und einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlässt.

Ansonsten wünschen wir dir eine schöne Zeit in Myanmar.

Alles Liebe

Jenny & Christian

[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]

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