Wildcampen in Europa – Rechtslage, Tipps und die schönsten Plätze

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Viele Menschen träumen vom Wildcamping als Inbegriff der ultimativen Freiheit. Nichts buchen müssen und einfach anhalten und schlafen, wann und wo es dir beliebt – das klingt nicht nur nach einem günstigen Urlaub, sondern auch einem aufregenden Abenteuer. Leider ist es aber in den meisten europäischen Ländern nicht erlaubt, abseits von offiziellen Plätzen zu campen. Dennoch ist das Wildcampen in Europa unter einigen Bedingungen teilweise möglich.

Bevor du zu einer Wildcamping-Reise aufbrichst, musst du dich jedoch über die Rechtslage informieren. Wählst du aber die richtigen Ziele und bereitest deinen Trip ausreichend vor, kannst du durchaus in Europa wildcampen und deinen Traum wahrmachen. Wir haben dir alle wichtigen Informationen und hilfreichen Tipps zusammengetragen, damit du vollkommen legal an einigen der schönsten Plätze Europas wildcampen kannst.

Wildcampen Europa Zelt
Panorama-Blick aus dem Zelt – Wer hätte hierauf schon keine Lust? 😉

Rechtslage zum Wildcamping in Europa

Wer sich das mit dem Campingtrip durch Europa so einfach vorgestellt hat, wird bei einem Blick auf die Rechtslage enttäuscht. Das Wildcamping ist nämlich fast überall in Europa verboten. Das hat aber auch Gründe, denn leider gehen viele (Wild-)Camper nicht immer rücksichtsvoll mit der Natur um. Sie hinterlassen Müll, machen Lärm oder sorgen durch ihr Lagerfeuer für eine große Gefahr – vor allem in einem heißen sowie trockenen Sommer.

Daher haben die meisten Länder dieser Problematik einen Riegel vorgeschoben, indem sie das Wildcamping grundsätzlich verboten haben. Für dich bedeutet das: Bevor du in den Campingurlaub aufbrichst, musst du dich über die Rechtslage im jeweiligen Land informieren und im Regelfall schon rechtzeitig vorab deine Route planen, um Campingplätze zu buchen, wo du die Nächte verbringen kannst. Vor allem zur Hochsaison sind diese aber oft schon frühzeitig ausgebucht. Spontan campen zu gehen, ist also auf den zweiten Blick doch nicht so einfach.

Trotzdem gibt es eine gute Nachricht: In vielen Ländern gelten Ausnahmeregelungen, sodass das Wildcampen in Europa teilweise geduldet wird. Außerdem gibt es einige Nationen auf dem europäischen Kontinent, in denen das Übernachten in der freien Natur tatsächlich erlaubt und somit vollkommen legal ist.

Wildcamping über den Wolken
Wildcampen über den Wolken: Auch das ist in Europa möglich

Wenn du mit dem Gedanken an das Wildcamping in Europa spielst, solltest du dich also von dem prinzipiellen Verbot nicht abschrecken lassen. Stattdessen gilt es, dich im Detail zu informieren und somit sicherzustellen, dass du legal unterwegs bist. Folgende Fragen kommen dabei häufig auf:

Was gilt in Europa überhaupt als „Wildcamping“?

Erst einmal muss definiert werden, was das jeweilige Land unter dem sogenannten Wildcampen versteht. Schließlich macht es einen großen Unterschied, ob du mit einem Schlafsack unter freiem Himmel schläfst, ein Zelt aufschlägst oder dein Wohnmobil nur am Straßenrand parkst – jedoch nicht aussteigst, um beispielsweise ein Lagerfeuer zu machen. Daher wird prinzipiell unterschieden zwischen dem Campen im eigentlichen Sinne und dem Biwakieren:

  • Beim Camping wird für mindestens eine Nacht ein Zelt auf einer Wiese, einem Feld oder in einem Wald aufgeschlagen. Auch das Übernachten in einem Campingfahrzeug wie einem Kastenwagen, Wohnwagen oder Wohnmobil gilt im Regelfall als Camping. Jedoch gibt es hier je nach Land einige Ausnahmen – aber dazu später mehr.
Hängematte Wasserfall
Wenn du z.B. eine Hängematte neben deinem Zelt oder Mobilheim aufspannst, gilt dies bereits als Camping in Europa
  • Beim Biwakieren wird hingegen ohne „Dach“ übernachtet, lediglich also mit einem Schlafsack und einer Isomatte oder ähnlicher Ausrüstung unter freiem Himmel. In vielen Ländern handelt es sich dabei um eine rechtliche Grauzone, da es offiziell nicht als Zelten oder Camping gilt.

Selbst in Ländern, in welchen das Wildcamping prinzipiell verboten ist, gibt es zudem Ausnahmen von der Regel oder Grauzonen, welche dir dein Vorhaben dennoch ermöglichen.

Isomatte Wildcamper
Sofern du nur mit Schlafsack und Isomatte unterwegs bist, nennt sich dies Biwakieren. Die Regelungen hierfür sind deutlich lockerer als beim Camping.

Welche Ausnahmen von der Regel gibt es?

Genau genommen gibt es in Europa also kein Land, in welchem nicht mindestens eine Ausnahme das legale Wildcampen ermöglicht. Wenn du dich an die Regeln hältst, kannst du somit durchaus auf dem gesamten Kontinent legal nächtigen. Es lohnt sich daher ein Blick auf die Länder, in welchen ein prinzipielles Verbot gilt – und auf dessen Ausnahmen:

Wildcampen in Belgien und Holland

Eigentlich ist das Wildcampen in Belgien sowie Holland nicht gestattet. Es gibt jedoch eine Sonderregelgung, welche auf den Namen „Paalkamperen“ lautet. Wo immer dieses Wort auf einem Hinweisschild zu finden ist, ist das Camping in einem Umkreis von zehn Metern erlaubt. Dabei gibt es allerdings einige Grundregeln zu beachten, zum Beispiel ein absolutes Feuerverbot, das Mitnehmen von Müll jeder Art sowie eine Begrenzung auf maximal drei kleine Zelte. Wie lange campiert werden darf, ist je nach Gebiet unterschiedlich, meist jedoch eine Nacht bis maximal drei Tage.

Zelten Wildcampen Europa
In vielen europäischen Ländern findest du schöne Seen, an denen du morgens mit Blick aufs Wasser aufwachen kannst.

Wildcampen in Dänemark

In Dänemark wird das Wildcamping-Verbot streng kontrolliert und durchgesetzt. Wer sich nicht daran hält, muss mit hohen Geldstrafen rechnen. Das gilt aber eher in touristischen Gebieten. Andernorts gibt es rund 40 Wälder, in welchen das Zelten sowie Biwakieren ausdrücklich erlaubt ist, sofern du dich an die gültigen Regeln hältst. Zudem darfst du in Dänemark auf Privatgrundstücken campen, wenn du eine Erlaubnis des Besitzers vorweisen kannst.

Wildcamping in Deutschland

In Deutschland präsentiert sich die Rechtslage gewohnt kompliziert. Auch hier ist das Wildcamping prinzipiell verboten, allerdings unterscheiden sich die gültigen Regeln je nach Bundesland. Meist greifen die jeweiligen Naturschutz- und Waldgesetze. Geduldet wird in der Regel ein Not- oder auch geplantes Biwak, sofern es außerhalb von Schutzgebieten und für maximal eine Nacht aufgebaut wird. Etwas weniger streng sind die Regelungen beispielsweise in Brandenburg, wo Wanderer für eine Nacht in einem Zelt übernachten dürfen.

In den meisten Bundesländern ist das Wildcamping hingegen gestattet, sofern eine Genehmigung des Wald- beziehungsweise Grundstücksbesitzers vorliegt. Ob so eine Genehmigung erteilt wird, ist allerdings eine andere Frage. Wer mit dem Wohnmobil oder einem ähnlichen Fahrzeug unterwegs ist, darf hingegen überall für eine Nacht stehen bleiben, wenn dies dort nicht ausdrücklich verboten ist. Allerdings musst du im Zweifelsfall überzeugend darlegen, dass die nächtliche Pause der Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit gedient hat. Sinnvoll ist daher, möglichst spät zu parken und früh weiterzureisen.

Wildcamping Europa VW Bus
Wildcamping mit dem VW Bus: Zur „Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“ sogar in Deutschland für eine Nacht erlaubt

Wildcampen in Frankreich

Ebenso wie in Deutschland, ist das Wildcamping in Frankreich verboten und wird streng kontrolliert. Das gilt vor allem für Gebiete, die touristisch stark frequentiert sind, ansonsten wären schnell die Straßen und Wälder von Campern überbevölkert. Allerdings gibt es in weniger stark besuchten Gegenden eine Regelung, die jener in Belgien sowie den Niederlanden gleicht.

Wo ein Schild mit Camping reglementé – s’adresser à la mairie steht, darf man unter Umständen ein Nachtlager aufschlagen. Allerdings brauchst du dafür die Genehmigung des Rathauses (mairie). Geduldet wird zudem in vielen Fällen das Biwakieren für eine Nacht zwischen 19:00 und 9:00 Uhr mindestens eine Stunde fußläufig abseits der Nationalparks.

Wildcamping in Italien

Hier wird das Verbot wohl am strengsten überwacht und somit ist Vorsicht geboten, wenn du in Italien wildcampen möchtest. Denn es gibt regelmäßige sowie strenge Kontrollen und du musst saftige Strafen befürchten. Sowohl das Camping als auch das Biwakieren ist abseits der offiziellen Campingplätze in Italien also nicht erlaubt. Allerdings gilt das nur für staatliche Grundstücke.

Befindest du dich hingegen auf privatem Besitz, ist das Wildcamping vollkommen legal. Hol dir also vorab eine schriftliche Genehmigung des Besitzers ein und du kannst problemlos in Italien wildcampen.

Wildcampen Italien Zelt
Wildcamping in Italien ist nur auf Privatgrundstücken erlaubt

Wildcampen auf den Kanaren

Zwar nicht auf dem europäischen Festland gelegen, aber zu Spanien gehörig, sind die Kanaren ein geeignetes Ziel für Camper. Wer keinen dauerhaften Aufenthalt plant, sondern als Wanderer beziehungsweise auf einer Insel- oder Bergtour nur auf der Durchreise ist, darf mit einer Genehmigung der kanarischen Umweltschutzbehörde in den sogenannten „Zonas de Acampada“ campieren. Der Antrag muss allerdings rechtzeitig bei der zuständigen Behörde eingereicht werden.

Weitere Informationen hierzu findest du in unserem Detailbeitrag zum Camping auf Teneriffa. Hier stellen wir dir 6 kostenlose und legale Plätze zum Campen vor.

Wildcampen in Osteuropa

In den meisten osteuropäischen Ländern ist das Wildcamping eigentlich ebenfalls verboten. Aber auch hier ist es auf Privatgrundstücken erlaubt, sofern du eine Genehmigung des Besitzers hast. Außerdem wird vielerorts gerne ein Auge zugedrückt, wenn du beispielsweise auf Raststätten oder in der Natur übernachtest.

Strenge Kontrollen gibt es jedoch in Nationalparks. Diese solltest du daher meiden. Möchtest du auf Nummer sicher gehen, kannst du dich trotzdem kurzerhand auf einem Campingplatz einmieten – denn in diesen Ländern sind sie meist nicht ausgebucht, sodass auch spontane Übernachtungen möglich sind und du dennoch Ruhe abseits des Massentourismus findest.

Die gültigen Regelungen zum Wildcamping sind also von Land zu Land – und teilweise sogar je nach Region – verschieden. Es lohnt sich daher, dich vorab gut über die Rechtslage zu informieren und eventuelle Genehmigungen einzuholen. Dann steht dem spontanen Campingtrip eigentlich nichts im Weg.

Wildcampen Europa Zelt Berge
Blick aus dem Zelt auf die Berge

Wo ist das Wildcampen in Europa ausdrücklich erlaubt?

Einfacher gestaltet sich dieses Vorhaben, wenn du ein Reiseziel wählst, wo das Wildcamping nicht prinzipiell verboten ist – sondern im Gegenteil: Es gibt nämlich durchaus Länder auf dem europäischen Kontinent, wo Camper unter Einhaltung einiger Regeln freie Hand haben. Sie gelten sozusagen als die gelobten Länder für Wildcamper. Dazu gehören:

  • Schweden
  • Norwegen
  • Finnland
  • Island
  • Schottland

Diese Erlaubnis basiert auf dem sogenannten Jedermannsrecht, welches aber nicht nur Rechte, sondern auch einige Pflichten mit sich bringt. „Keine Spuren hinterlassen“, lautet das Motto, welches sowohl für Müll als auch Überreste eines Feuers gilt. In Schweden sowie Norwegen dürfen Camper also überall ihr Lager aufschlagen – sogar auf Privatgrundstücken – aber nirgendwo ein offenes Feuer entfachen.

Zu beachten ist außerdem, sich nicht in Sichtweite eines bewohnten Hauses aufzuhalten. Wer mit einem Fahrzeug unterwegs ist, darf hingegen nur für eine Nacht auf einem öffentlichen Parkplatz, am Ende einer Straße oder sogar am Strand stehen bleiben. Dann heißt es: weiterziehen!


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In Finnland musst du hingegen öffentliche Orte meiden, beispielsweise Parkplätze. Hier darf also wildgecampt werden, allerdings nur auf Privatgrundstücken. In Island musste die Gesetzgebung im Jahr 2017 leider einen Rückzieher machen, weil sich die Wildcamper nicht an die Vorschriften gehalten haben. Zwar ist das Wildcamping hier nach wie vor erlaubt, jedoch nur in unbewohnten Regionen und für maximal eine Nacht – sowie gegebenenfalls mit Einverständnis des Eigentümers.

Und auch in Schottland ist das Wildcamping natürlich nur mit gewissen Verhaltensregeln erlaubt. Wer sich jedoch daran hält, kann sich hier entlang der Fernwanderwege oder in abgelegenen Regionen guten Gewissens für eine Nacht niederlassen.

Wohnwagen Straße Berge
Auch mit dem Wohnmobil ist Wildcampen an vielen Orten in Skandinavien erlaubt

Tipps und Grundregeln zum Wildcampen in Europa

Ganz ohne Regeln ist das Wildcamping in Europa also nirgendwo erlaubt – und das ist auch gut so. Leider haben nämlich nicht alle Menschen ausreichend Respekt vor der Natur und würden überall ihren Müll hinterlassen oder ein offenes Feuer entfachen. Wer sich für das Wildcampen entscheidet, sollte daher unbedingt den Grundsatz befolgen, keine Spuren zu hinterlassen.

Zudem musst du natürlich die am jeweiligen Ort gültigen Regeln beachten. Doch welche weiteren inoffiziellen Regelungen gibt es und mit welchen Tipps läuft das Camping in der freien Natur reibungslos ab? Hier einige Tipps zur Orientierung:

#1: Kein offenes Feuer

Keinen Müll zu hinterlassen und kein offenes Feuer zu entfachen, wurde bereits erwähnt. Stattdessen empfehlen sich Gaskocher oder ein Kugelgrill, um sicher in der freien Natur kochen zu können. Als Campingkocher eignet sich z.B. der Anzeigetransportable Gaskocher von Kochmann.

Wer unbedingt ein Lagerfeuer machen will, verwendet dafür eine Feuerschale und entsorgt die Kohle niemals in der freien Natur. Stattdessen kannst du sie mitnehmen und, sobald sie abgekühlt ist, fachgerecht entsorgen.

#2: Tierschutz beachten

Rücksicht ist auch gegenüber der Tierwelt geboten. Schutzgebiete und Nationalparks sind strikt zu meiden. Wer hier campt, riskiert hohe Strafen. Doch auch abseits solcher geschützten Gebiete gilt es, die Tiere in Ruhe zu lassen und unnötigen Lärm zu vermeiden. Niemals solltest du sie mit Absicht aufschrecken oder sogar jagen. Auch das Füttern ist zu unterlassen, da falsche Nahrung die Tiere krank machen oder sogar töten könnte.

Schweden Tyresta Nationalpark Schafe
Der Tierschutz spielt auch beim Wildcampen in Europa eine wichtige Rolle

#3: Abstand zu Häusern und anderen Campern

Weiterhin musst du natürlich ebenfalls auf Menschen Rücksicht nehmen. Das Campieren neben Wohnhäusern ist ohnehin in den meisten Ländern untersagt – es sei denn, der jeweilige Besitzer hat eine Genehmigung ausgesprochen. Sinnvoll ist daher ein Abstand von mindestens 150 Metern zu bewohnten Häusern, unter Umständen aber auch zu anderen Wohnmobilen oder parkenden Fahrzeugen.

#4: Höflichkeit beim Camping auf Privatgrundstücken

Möchtest du auf Privatgrundstücken campen, musst du natürlich den jeweiligen Besitzer um Erlaubnis fragen. Sich in der Landessprache verständigen zu können, ist dann extrem hilfreich und ein Zeichen von Höflichkeit. Ebenso kann ein kleines Gastgeschenk bei der Überzeugungsarbeit helfen, beispielsweise eine Flasche Wein aus deiner Heimat oder typisch deutsche Lebkuchen. Handelt es sich um einen Bauern, freut er sich zudem gewiss, wenn du ihm einige Eier, etwas Milch oder andere Produkte abkaufst.

Zelten Sonnenuntergang Berge
Wenn du in den Bergen campst, erwarten dich unvergessliche Sonnenuntergänge

#5: Vollständige Papiere

Auch das Fahrzeug betreffend, sind einige Vorbereitungen sinnvoll. Bei einer eventuellen Kontrolle sollten alle wichtigen Dokumente wie die Fahrzeugpapiere oder die Ausweise der Camper griffbereit sein.

#6: Eine gute Fahrzeug-Versicherung

Wer nicht zeltet, sondern in einem Wohnwagen, Wohnmobil oder umgebauten Kastenwagen unterwegs ist, braucht natürlich eine entsprechende Versicherung. Auch in diesem Fall ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung unverzichtbar. Gerade hier, abseits der offiziellen Plätze und inmitten der Natur, ist nämlich die Gefahr von Schäden etwas höher.

Gegebenenfalls empfiehlt sich für dich dann zusätzlich eine Teil- oder Vollkaskoversicherung. Eine Frage, welche es also je nach individuellem Bedarf im Einzelfall zu beantworten gilt.

Wohnmobil Sternenhimmel freistehen
Auch mit dem Wohnmobil darfst du in einigen Teilen Europas freistehen

#7: Verkehrsregeln beachten

Und zuletzt sind natürlich auch die Verkehrsregeln je nach Land verschieden. Es ist daher wichtig, dich vorher darüber zu informieren, ob sich diese von den deutschen Regelungen unterscheiden und inwiefern.

Wenn du diese Grundregeln beachtest, hast du gute Chancen auf ein entspanntes Wildcamping in Europa. Dann bleibt dir eigentlich nur noch die Qual der Wahl, welche Ziele du (zuerst) ansteuern möchtest 😉

Die schönsten europäischen „Wildcampingplätze“

Die einfachste Wahl für einen Wildcampingtrip sind natürlich jene Länder, in welchen das Jedermannsrecht gilt. Sie eignen sich zudem hervorragend, da sie landschaftlich eine Menge zu bieten haben und somit garantiert für eine unvergessliche Reise sorgen. Welche also sind die schönsten Reiseziele für Wildcamper?

Wildcamping-Tipps für Schweden

In Schweden laden eine Menge Nationalparks zu ausgedehnten Wanderungen oder Touren ein. Zu den berühmtesten gehören die Wanderwege Sörmlandsleden sowie Upplandsleden, welche quer durch den Tyresta-Nationalpark führen und absolut sehenswert sind.

Es empfiehlt sich daher zum Camping ein legaler Ausgangspunkt etwas außerhalb der geschützten Gebiete, von wo aus du Tagestouren in die einmalige Landschaft starten kannst. Ein absolutes Must-see in Schweden ist zudem Höga kustenleden im Västernorrland, wo die Klippen steil in die Ostsee abfallen und von wo aus du das Weltnaturerbe Höga über den 127 Kilometer langen Wanderweg erkunden kannst.

Tyresta Nationalpark Schweden
Der Tyresta Nationalpark in Schweden

Wildcamping-Tipps für Norwegen

Ein extremes Erscheinungsbild gibt in Norwegen der Geirangerfjod ab, den jeder Durchreisende unbedingt gesehen haben sollte. Er gehört zum UNESCO‑Welterbe und ist fast ganzjährig mit Schnee bedeckt. Ein kaltes, aber einmaliges Plätzchen für Wildcamper also.

Wünschst du es hingegen weniger rau, kannst du auch im Hügelland Dovrefjell dein Lager aufschlagen, und zwar mit Aussicht auf die höchsten Berge des Landes. Und zuletzt gelten die Lofoten mit türkisblauem Wasser und hohen Klippen als einer der schönsten Flecken in Norwegen, wo direkt am Strand übernachtet werden kann.

Übrigens: Falls du Lust hast, mit deinen Kindern auf den Lofoten zu campen, schaue dir vorher doch mal den Film „Nordwärts“ von Sechs Paar Schuhe an. Eine tolle Inspiration, die Vorfreude auf dein Camping-Abenteuer macht!

Wildcamping Europa Norwegen Henningsvaer
Norwegen ist eines der gut geeigneten Länder zum Wildcampen in Europa (hier in Henningsvaer)

Wildcamping-Tipps für Schottland

Die Sandwood Bay in Schottland bietet waschechte Lagerfeuerromantik direkt am Meer. Allerdings musst du dafür erst einmal das hügelige Sumpfland durchqueren. Doch die beeindruckenden Klippen und das kristallklare Wasser entschädigen dich für die Anstrengungen mit einem der wohl schönsten Spots für Wildcamper in Europa.

Und auch Glen Nevis in den Highlands sowie Glen Affric als eine friedliche Talebene zwischen Pinienwäldern und Felslandschaften laden dich zum Übernachten in der freien Natur ein.

Glen Coe Valley Schottland
Das Glen Coe Valley in Schottland

Wildcamping-Tipps für Finnland

Am Saimaa, dem größten See von Finnland, ist genügend Platz zum Wildcampen inmitten einer einmaligen Kulisse. Umrahmt wird der See von dichten Wäldern und er selbst beherbergt eine Vielzahl an kleinen Inseln, welche als Lebensraum für Ringelrobben dienen.

Wenn du Glück hast, kannst du hier in den kalten Monaten sogar Polarlichter beobachten und zum Aufwärmen ist natürlich eine traditionelle Sauna nicht weit entfernt. Aber auch das Finnische Lappland verzaubert mit seiner Naturschönheit und zahlreichen legalen sowie beeindruckenden Plätzen für Wildcamper.

Finnland Lappland Schnee Straße
Das finnische Lappland erwartet dich im Winter traditionell mit viel Schnee

Wo sind deine Lieblingsorte zum Wildcampen in Europa?

Damit ist die Liste aber noch lange nicht zu Ende, denn wie bereits erwähnt: Mit der richtigen Vorbereitung, ist das Wildcampen in vielen Ländern Europas eben doch möglich. Wo befinden sich deine Lieblingsplätze zum Wildcampen in Europa? Und welche Erfahrungen hast du bislang als Wildcamper gemacht? Hinterlasse gerne einen Kommentar unter dem Beitrag und lasse uns an deinen Tipps und Erfahrungswerten teilhaben.

Alles Liebe und viel Spaß beim Wildcampen in Europa wünschen dir

Jenny & Christian


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