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Gastbeitrag von Sebastian – Die Rocky Mountains in Kanada garantieren dir eine Reise mit überwältigender Natur und zahlreichen Abenteuern. Vor allem die Wildnis, die unendlichen Weiten, die kristallklaren Seen und die Tierwelt geben den kanadischen Rocky Mountains ihren ganz besonderen Reiz.

Die Nationalparks Banff und Jasper gehören zu den bekanntesten Naturreservaten, die das Land zu bieten hat. Allein die Fahrt auf den Highways, die durch zahlreiche Nationalparks führen, wird für dich ein unvergessliches Erlebnis sein.

Rocky Mountains Kanada Lake Moraine Ten Peaks
Der Lake Moraine im Banff National Park ist eines der Highlights in den kanadischen Rocky Mountains. Im Hintergrund siehst du die Ten Peaks.
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Rocky Mountains in Kanada – 8 Highlights, die du auf dieser Reise nicht verpassen solltest

In den zwei Wochen unserer Reise hatten wir wunderschöne Paddeltouren und Wanderungen fernab vom Tourismus unternommen, sowie an großartigen Orten in der Natur übernachtet. In diesem Gastbeitrag möchten wir dir unsere Highlights und besten Tipps zur Reiseplanung für die kanadischen Rockies geben, damit deine Reise genauso ein cooles Erlebnis wird.

#1: Vancouver als idealer Startpunkt

Vancouver ist der ideale Startpunkt zu den Rocky Mountains in Kanada und war zurückblickend ein echtes Highlight auf unserer Reise. Als Küstenstadt war Vancouver eine richtig gute Abwechslung. Für Vancouver solltest du auf jeden Fall einen Besuch der Granville Island sowie eine Fahrradtour durch den Stanley Park in deine Reiseplanung aufnehmen.

Kanada Vancouver Skyline
Über den Dächern von Vancouver Downtown

Im Stanley Park fährst du mit dem Fahrrad am besten den Seawall Loop. Dieser Radweg führt dich direkt entlang der Küste und bietet dir großartige Aussichten auf die Skyline Vancouvers sowie auf das Meer. In Vancouver Downtown gibt es unzählige Fahrradvermieter. Die Verleihstationen unterscheiden sich kaum vom Preis, aber von den Öffnungszeiten. Einige schließen bereits um 18 Uhr, andere hingegen erst um 21 Uhr. Damit du eine entspannte Fahrradtour inkl. Sonnenuntergang hast, solltest du auf einen Verleih mit langen Öffnungszeiten zurückgreifen (z.B. Bikes on Robson oder Spokes Bicycle Rentals).

Stanley Park Vancouver
Der Stanley Park in Vancouver ist ideal für eine ausgiebige Fahrradtour an der Küste

Anschließend begibst du dich zur Granville Island. Wenn du eine Unterkunft in Downtown hast, kannst du auch dorthin laufen. Denn diese Halbinsel befindet sich südlich von Vancouver Downtown und umfasst u.a. ein schönes ehemaliges Hafengelände. Auf Granville Island erlebst du eine sehr lockere und maritime Seite von Vancouver.

Hier wirst du das Gefühl haben, dass die Uhren langsamer ticken. Unter den zahlreichen Geschäften, Restaurants und Cafés solltest du zwei Orte auf keinen Fall verpassen: Die ehemaligen Lagerhallen mit dem Granville Island Public Market, der viele regionale und frische Produkte bietet, sowie die Granville Brauerei.

Granville Island Vancouver
An der Ostseite von Granville Island gibt es sogar kleine Hausboote

Tipp: Falls die Bar der Brauerei zu gut besucht ist, empfehlen wir dir den Brauerei Shop nebenan. Der Shop verkauft neben ausgefallenem Merchandise vor allem das leckere Bier der Brauerei, welches du auf einem der Stege der Insel genießen kannst. Da du in Nordamerika bist, solltest du dir eine kleine Papiertüte für das Trinken in der Öffentlichkeit geben lassen. Uns hatte das Lions Summer Ale besonders gut geschmeckt.

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#2: Der Trans-Canada-Highway

Nachdem du Vancouver erkundet hast, geht es auf den Trans-Canada-Highway Richtung kanadische Rocky Mountains, dem eigentlichen Ziel deines Trips. Für die Strecke von Vancouver zum Banff Nationalpark solltest du dir mindestens zwei Tage Zeit lassen. Auf dem Weg liegt der kleine idyllische Ort Revelstoke, wo du auf jeden Fall einen Zwischenstopp einlegen solltest.

Es war eines der schönsten Städtchen, die wir auf der Reise gesehen haben. Stell am besten dein Auto auf einem der Supermarkt-Parkplätze in der Innenstadt ab, z.B. beim Save-On-Foods an der Victoria Road. Von dort aus gehst du zur 1 St W und schlenderst gemütlich bis zur Orton Avenue durch die Stadt, denn hier ist das Zentrum von Revelstoke.

Mit den Eindrücken dieses wunderschönen Ortes steigst du wieder in dein Auto und ein paar Kilometer weiter wartet das nächste kleine Abenteuer auf dich am Trans-Canada-Highway. Nicht mal eine halbe Stunde von Revelstoke befindet sich nämlich auf der linken Seite der Giant Cedars Boardwalk Trail. Dieser Trail ist ein kurz angelegter Pfad durch einen uralten Zedernwald und eignet sich perfekt für einen kleinen Spaziergang im Grünen.

Weiter geht es auf dem Highway Richtung Banff Nationalpark. Der Highway führt dich jetzt durch den Glacier und Yoho Nationalpark. Die Fahrt durch den Glacier National Park wird dich sehr beeindrucken, weil die Straße direkt durch den Nationalpark führt und sich wunderschöne Bergmassive vor dir aufbauen.

Im Yoho Nationalpark solltest du definitiv nicht den Takakkaw Wasserfall verpassen und wenn es die Zeit zulässt, auch den Emerald Lake besuchen. Vom Emerald Lake ist es dann nur noch eine halbe Stunde zum Banff National Park.

#3: Kanufahren auf Lake Moraine und Lake Louise

Sowohl der Lake Louise als auch der Lake Moraine liegen im Banff Nationalpark und sind nicht weit voneinander entfernt. Wir können dir nur ans Herz legen, beide Seen zu besuchen. Um die Seen sind Wege angelegt, sodass du sie leicht erkunden kannst. Beide Seen kannst du auch mit einem Kanu vom Wasser aus entdecken. Unsere Motivation die Seen zu besuchen war es, eine Kanutour zu unternehmen.

Ein Kanu am Lake Louise oder Lake Moraine auszuleihen ist möglich, aber sehr teuer (über 100 $ für eine Stunde, exkl. Mehrwertsteuer). Als Gast des Anzeige4-Sterne Hotels Fairmont Chateau Lake Louise bekommst du einen Rabatt beim Kanuverleih Lake Louise und du kannst in den Abendstunden paddeln, wenn der Verleih für reguläre Gäste geschlossen hat.

Zum Glück hatten wir unser eigenes Schlauchboot im Auto dabei und waren komplett unabhängig. Du wirst mit einem Kajak oder Kanu der Natur einfach noch viel näher kommen, als über die Wanderwege und hast die Bergmassive direkt vor dir.

Detaillierte Berichte mit zahlreichen Fotos, Tipps zur Tourenplanung sowie Karten für den Lake Moraine und Lake Louise findest du unter der Rubrik Touren auf unserer Webseite. Wir fanden den Lake Moraine persönlich schöner als den Lake Louise, was aber natürlich Geschmacksache ist.

Beide Seen sind die Hauptattraktionen des Banff Nationalparks. Falls du zwischen Juni und September unterwegs bist, dann versuche die Seen am frühen Morgen oder Abend zu besuchen. Sonst verschwendest du zu viel wertvolle Zeit (bis zu mehreren Stunden), um mit dem Auto für einen Parkplatz anzustehen.

Wenn du mit eigenem Boot paddeln gehst, vergiss bitte nicht eine Schwimmweste mitzunehmen und diese zu tragen. Sollte der Kanuverleiher eigentlich geöffnet haben, aber trotzdem keine Kanus verleihen, ist es ein Zeichen für schlechte Paddelbedingungen. Erkundige dich am besten vorab, wie das Wetter wird.

#4: Wandern auf dem Sunshine Meadows Trail in den kanadischen Rocky Mountains

Die Rocky Mountains in Kanada sind ein Paradies für Wanderer. Im Banff Nationalpark gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um Halb- oder Tageswanderungen zu unternehmen. Falls du gerne wanderst, könnten folgende Trails für dich interessant sein:

  • Castle Lookout Trail
  • Rockbound Lake Trail
  • Ink Pots Trail
  • Tunnel Mountain Trail und
  • Sunshine Meadows Trail.

Vor allem der Sunshine Meadows Trail soll einer der schönsten Wanderwege im Banff Nationalpark sein. Der Wanderweg liegt auf ungefähr 2.200 Metern Höhe und gibt dir einen beeindruckenden Einblick in die Bergwelt der kanadischen Rocky Mountains, die du so zuvor an den Highways, Seen und Campingplätzen nicht gesehen hast. Auf dem Trail wanderst du entlang kleiner Seen, Flüsse und saftig grüner Wiesen.

Rocky Mountains Kanada Sunshine Meadows Trail
Die Landschaft am Sunshine Meadows Trail in den kanadischen Rocky Mountains wirkte saftig grün

Um zum Trail zu gelangen, fährst du nach Sunshine Village. Dort gibt es einen großen Parkplatz, um dein Fahrzeug abzustellen. Mit dem Fahrzeug darfst du nicht bis zum Ausgangspunkt des Trails hochfahren. Entweder läufst du nun fast zwei Stunden eine Straße bergauf zum Trail, oder du nimmst die Gondel bzw. den Bus nach oben. Wir können dir nur empfehlen, den Weg zum Trail nicht selbst zu laufen, weil er sehr eintönig und lang ist. Dafür ist deine Zeit in den kanadischen Rocky Mountains zu schade.

Aber aufgepasst: Der Gondel- und Busservice ist nur zwischen Ende Juni und Ende September verfügbar. Zudem wechselt sich der Gondel- mit dem Busbetrieb ab. An einigen Tagen verkehrt nur die Gondel und anderen nur der Bus. Auf der Website des Sunshine Meadows Trails findest du die Abfahrtzeiten sowie die Preise und eine Wanderkarte zur groben Orientierung.

Sunshine Meadows Trail Rocky Mountains Kanada
Für die Wanderung auf dem Sunshine Meadows Trail solltest du dir mindestens 3 bis 4 Stunden Zeit lassen

Falls du lieber Lust auf Mehrtages-Wanderungen hast, solltest du vorab eine oder mehrere Nächte in den entsprechenden Backcountry Campgrounds buchen. Wildcampen ist in den kanadischen Rocky Mountains prinzipiell nicht erlaubt. Für eine entspannte Zweitages-Tour empfehlen wir eine Wanderung zum Floe Lake und für eine anspruchsvolle Wandertour den Skyline Trail im Jasper Nationalpark.

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#5: Der Icefield Parkway

Der Weg von Banff nach Japser über den Icefield Parkway ist nur 230 Kilometer lang. Aber lass dir für diesen Highway besonders viel Zeit, am besten einen vollen Tag. Es ist einer der schönsten Highways Nordamerikas und wird dich von seiner Kulisse einfach nur umhauen. Du musst echt aufpassen, dass dein Blick auf der Straße bleibt und nicht in der Landschaft umherschweift. Mächtige Gletscher, schneebedeckte Berggipfel, azurblaue Bergseen, große Täler mit weiten Flussläufen und üppigen Nadelwäldern wechseln sich stets ab.

Icefield Parkway Banff Kanada Rocky Mountains
Der Icefield Parkway führt dich durch ständig wechselnde Berglandschaften

Für diese Panoramastraße durch die kanadischen Rockies solltest du dein Fahrzeug vollgetankt haben, denn unterwegs gibt es keine Zivilisation. Die Tankstelle bei Saskatchewan River Crossing ist die letzte Tankstelle bis nach Jasper. Dafür gibt es umso mehr Aussichtspunkte entlang des Highways. Wir empfehlen dir besonders den Aussichtspunkt am Athabasca Gletscher und Peyto Lake.

Kanadische Rocky Mountains Icefield Parkway Jasper
So stellen wir uns Kanada vor: Ein einsamer und nicht endender Highway, umgeben von wilder Natur

Der Athabasca Gletscher ist Teil des Columbia Icefield und der meistbesuchte Gletscher Nordamerikas. Es ist einerseits erschreckend, wie stark sich der Gletscher in den letzten Jahrzehnten zurückgezogen hat. Andererseits ist der Gletscher aufgrund seiner gewaltigen Größe immer noch sehr faszinierend.

Es gibt sogar Anzeigegeführte Touren, um mitten auf den Gletscher zu gelangen. Der Peyto Lake Viewpoint bietet dir eine überwältigende Aussicht auf den See, dessen Wasserfarbe je nach Sonnenstand und Jahreszeit unrealistisch azurblau erscheint.

#6: Beobachten von Bären

Wer in Kanada Bären sehen möchte, braucht am Ende immer etwas Glück und natürlich Geduld. Wenn du Autos auf dem Highway mit Warnblinker stehen siehst, dann ist es ein Zeichen, dass sich ein Elch oder Bär in unmittelbarer Umgebung befindet. Tiere sind am ehesten in der Morgen- und Abenddämmerung zu beobachten, weil sie dann sehr aktiv sind.

In vielen Reiseführern wirst du lesen, dass der Jasper Nationalpark besonders für Tierbeobachtungen geeignet ist. Wenn du Bären sehen möchtest, kannst du diese auch sehr wahrscheinlich im Banff Nationalpark bereits sichten. Zwischen den Städten Lake Louise und Banff gibt es den alten Highway 1A und den neuen Highway 1.

Für Tierbeobachtungen solltest du den alten Highway 1A nehmen. Diese Strecke ist auch landschaftlich schöner. Der neue mehrspurige Highway 1 ist dazu im Gegenteil größtenteils mit hohen Zäunen abgesperrt, sodass du dort mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Bären sehen wirst.

Braunbär Jasper Nationalpark Kanada
Diese Begegnung übertrumpfte alles, ein Braunbär mitten in der Natur. Braunbären sind deutlich größer und haben ein muskulösen Buckel über den Schultern im Vergleich zu Schwarzbären.

Wir hatten auf dem Icefield Parkway und im Jasper National Park innerhalb von 24 Stunden mehrere Schwarzbären und einen Braunbär am Straßenrand gesehen. Die Regel hatte sich bestätigt, am frühen Abend bzw. Morgen ist die Chance deutlich höher. Denn die Bären hatten wir jeweils in der Abend- und Morgendämmerung gesehen.

Schwarzbär Icefield Parkway kanadische Rocky Mountains
An einem Abend hatten wir fünf Schwarzbären gesehen. Da hilft vor allem langsames Fahren und einen wachsamen Beifahrer, der links und rechts Ausschau hält.

Wenn du einen Bären sichtest, dann vergiss nicht den Verkehr hinter dir und schalte den Warnblinker an. Du wirst überraschst sein, wie friedlich der Bär auf dich wirkt und sich für dich überhaupt nicht interessiert. Damit es auch so bleibt, genieß den Anblick am besten vom Auto aus und riskiere nichts für ein Foto. Auf der Webseite von Parks Canada gibt es ausführliche Infos mit dem Umgang bei einer Sichtung von Bären.

#7: Campen mit Lagerfeuer in den Rocky Mountains

Die schönsten Nächte in den kanadischen Rocky Mountains waren die auf den Campingplätzen. Hier kommst du der Natur am nächsten, kannst den Abend am Lagerfeuer verbringen und sparst im Vergleich zu den Hotels ordentlich Geld.

Der Campingplatz Lake Louise ist ein riesiger Campingplatz und hat zwei Bereiche, einen für Wohnmobile und einen für Zelte. Der Campingplatz ist perfekt gelegen, wenn du am Abend zuvor oder am nächsten Morgen den Lake Louise oder Lake Moraine für eine Kanutour besuchen möchtest.

Der Campingplatz Two Jack Lakeside soll der schönste Campingplatz im Banff Nationalpark sein. Wir haben auf mehreren Campingplätzen übernachtet, u.a. auf dem Two Jack Lakeside, und können es zu 100% bestätigen. Der Campingplatz liegt direkt am Two Jack Lake. Besonders schön ist es, wenn du einen Stellplatz direkt am See erwischen kannst.

Two Jack Lakeside Campground Rocky Mountains Kanada
Unser absoluter Lieblings-Campingplatz in den kanadischen Rocky Mountains war der Two Jack Lakside Campground, eigene Feuerstelle mit Seeblick und Bergpanorama inklusive.

In der Hauptsaison sind die Campingplätze sehr begehrt. Daher solltest du deinen Platz schnell buchen, nachdem du deine Flugtickets gekauft hast. Dennoch haben wir erlebt, dass Campingplätze sehr kurzfristig aufgrund von Stornierungen wieder verfügbar werden. Da hilft es einfach, dass du mehrmals am Tag auf der kanadischen Buchungswebseite nach den Verfügbarkeiten schaust.

Im Vergleich zu den deutschen Campingplätzen gibt es auf den Campingplätzen in den Rocky Mountains in Kanada eine Menge an Feuerholz und -stellen. Achte bei der Buchung darauf, dass dein Stellplatz ein „Fire Pit“ hat. In Nordamerika gibt es Backcountry und Fortcountry Camping. Backcountry Campingplätze erreichst du nur zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Kanu. Fortcountry Campingplätze sind hingegen mit dem Fahrzeug erreichbar.

Wer trotzdem ein Lagerfeuer in der kanadischen Wildnis erleben möchte, aber keine Campingausrüstung im Gepäck hat, dem empfehlen wir in einem HI Wilderness Hostel zu übernachten. Diese sind sehr gut gelegen und entsprechend beliebt. Die Unterkünfte bieten wunderschöne Aufenthaltsräume und Außenbereiche mit Feuerplätzen direkt in den Bergen.

#8: Der Sea To Sky Highway

Falls du nach Vancouver zurückfährst, solltest du auf dem Rückweg unbedingt den Sea To Sky Highway mitnehmen. Diese Strecke führt über die Stadt Whistler und ist etwas länger. Dafür erlebst du nochmal eine ganz andere Seite von Westkanada. Die recht kahle und steppenähnliche Landschaft wird dich sehr an den amerikanischen Wildwestern erinnern. Plane für die Fahrt von Banff mindestens zwei Tage ein. Auf dem letzten Abschnitt zwischen Squamish und Sunset Beach gibt es coole Privatunterkünfte mit Meerblick.

Sea To Sky Highway Kanada
Der Sea To Sky Highway stellte für uns einen tollen Kontrast zu den zuvor gefahrenen Highways dar

Anreise zu den kanadischen Rocky Mountains und Fortbewegung vor Ort

Du kannst deinen Trip zu den Rocky Mountains in Kanada entweder von Calgary oder Vancouver starten. Viele starten ihre Reise von Vancouver, allein weil Vancouver eine richtig sehenswerte Stadt ist. Außerdem findest du für Vancouver meist die günstigeren Flüge nach Westkanada. Oben drauf bekommst du noch eine extra Portion Roadtrip Feeling, da du mehrere hundert Kilometer von der Pazifikküste durch Britisch Columbia und Alberta zu den kanadischen Rockies fährst.

Falls du wenig Zeit hast, empfehlen wir dir Calgary als Startpunkt deiner Reise zu wählen. Calgary liegt deutlich näher an den Rocky Mountains. Von Calgary brauchst du gerade mal eine Stunde zum Banff Nationalpark, hingegen benötigst du fast 10 Stunden von Vancouver aus.

Wir empfehlen dir für die Fortbewegung vor Ort einen Mietwagen oder ein Wohnmobil online über ein Vergleichsportal (z.B. check24, AnzeigeBilliger Mietwagen oder Camperdays) im Voraus zu buchen. Wir haben uns für einen Mietwagen entschieden, da es deutlich bessere Angebote gibt (d.h. inkl. unbegrenzte Kilometer, kompletter Versicherungsschutz ohne Selbstbeteiligung, Zusatzfahrer, …). Gefunden hatten wir das Angebot auf check24, welches von DERTOUR angeboten wurde. Der eigentliche Autovermieter vor Ort war alamo.

Mietwagen Rocky Mountains Kanada
Auf der Reise zu den kanadischen Rocky Mountains waren wir mit einem Mietwagen unterwegs und haben mehrmals am Highway in klassischen Motels übernachtet

Ein Wohnmobil mit den gleichen Mietkonditionen kostet mindestens dreimal so viel. Trotzdem hat eine Reise durch die kanadischen Rockies mit einem Wohnmobil einen ganz besonderen Charme und du hast eine kostenlose Unterkunft, abgesehen von den Stellplatz-Gebühren, immer bei dir.

Auf den Highways kommst du flott von A nach B. In den Nationalparks solltest du aber mehr Zeit einplanen, vor allem auf dem Icefield Parkway zwischen Juli und August, sowie auf den Zufahrtsstraßen zum Lake Moraine und Lake Louise zwischen Mai und September.

Nähe Athabasca Gletscher Kanada
Für das Befahren der Highways gibt es keine Mauts, jedoch benötigst du den Parkpass, um den Icefield Parkway nutzen zu dürfen

Empfohlene Ausrüstung und Kleidung für die kanadischen Rockies

Auch wenn du im Sommer in den Rocky Mountains in Kanada bist, solltest du auf alle Fälle eine Regenjacke und mindestens zwei warme Oberteile mitnehmen. Für die Monate Mai und September empfehlen wir sogar eine Winterjacke. In diesen Monaten sind die Seen teilweise noch zugefroren oder frieren nachts wieder leicht an. Du darfst nicht vergessen, dass die Nationalparks weit über 1.000 Meter über den Meeresspiegel liegen, die Seen befinden sich sogar auf fast 2.000 Meter Höhe.

Wenn du mit Zelt campen wirst, solltest du neben einer Isomatte einen warmen Schlafsack aufgrund der kühlen Temperaturen in der Nacht mitnehmen. Auf solchen Reisen haben wir ebenfalls einen Campingkocher mit einem kleinen Topf zu schätzen gelernt. Die Gaskartuschen für den Kocher musst du jedoch vor Ort kaufen, weil du diese weder im Hand- noch im Aufgabegepäck transportieren darfst.

Auch Mücken- oder Bärenspray kaufst du besser vor Ort. Für leichte Wanderungen (z.B. Giant Cedar Boardwalk oder Sunshine Meadows Trails) reichen Turnschuhe aus. Für Mehrtages-Wanderungen und das Besteigen von Berggipfeln solltest du feste Wanderschuhe ins Gepäck packen.

Kanadische Rockies Lake Louise
Auch im Sommer kann das Wetter in den kanadischen Rocky Mountains schnell umschwenken

So hatten wir unsere Wander- und Campingausrüstung in einem Gepäckstück und in dem anderen hatten wir unser Schlauchkajak mit Doppelpaddel, Luftpumpe und Schwimmwesten dabei. Auf vielen unserer Reisen haben wir unser Schlauchkajak mit im Gepäck, um unabhängig und spontan die Natur von einer anderen Perspektive zu erkunden. Erfahrt auf unserer Webseite mehr über Schlauchkajaks.

Reisezeit

Im Vergleich zu Deutschland ist der Sommer in den kanadischen Rocky Mountains relativ kurz. Falls du oft auf Campingplätzen mit dem Zelt übernachten möchtest und Outdoor-Aktivitäten liebst, ist die beste Reisezeit Juli und August für dich. In diesen Monaten hast du warme und lange Sommertage. Zwar wirst du in dieser Zeit definitiv nicht allein unterwegs sein und beliebte Orte in den kanadischen Rockies können regelrecht überlaufen sein. Aber lass dich davon nicht abschrecken.

Buche deine Reise am besten ordentlich im Voraus, so ungefähr ein halbes Jahr, um dennoch gute Preise und Stellplätze auf den Campingplätzen zu ergattern. Während deiner Reise solltest du beliebte Orte entweder am frühen Morgen oder Abend besuchen. Dann hast du überwältigende Landschaften für dich allein, einschließlich eines unvergesslichen Sonnenaufgangs oder -untergangs. Am Tag kannst du Wanderungen abseits der klassischen Trampelpfade unternehmen und umgehst so ebenfalls die großen Massen.

Alternativ sind die Monate Mai und September genau richtig für dich, wenn du nicht allzu viel vorab planen möchtest oder mit dem Buchen spät dran bist. Insbesondere September hat viele schöne Tage und mit etwas Glück erlebst du den goldenen Herbst in seiner vollen Pracht.

Aus unserer Sicht sind zwei Wochen das absolute Minimum. Eine Reise zu den kanadischen Rocky Mountains kann locker auf vier Wochen gestreckt werden, ohne das Langeweile aufkommt.

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Kosten für eine Reise zu den Rocky Mountains in Kanada

Die Rocky Mountains in Kanada sind ein beliebtes Reiseziel im Sommer. Daher solltest du am besten ein halbes Jahr im Voraus Flüge, Mietwagen und Unterkünfte in den Nationalparks buchen. Die größten Kostenblöcke für unsere Reise waren:

  • Flugtickets (590 € pro Person)
  • Mietwagen (400 €)
  • Unterkünfte (800 €)
  • Benzin (160 €) und
  • Park Pass (120 €).

Dazu kommen Snacks, Restaurantbesuche, Einkäufe im Supermarkt und sonstiges.

Parkpass

Den Parkpass brauchst du, sobald du einen Zwischenstopp einlegst und dich in den Nationalparks aufhältst. Beim Befahren des Icefield Parkways, zwischen Banff und Japser Nationalpark, benötigst du ebenfalls solch einen Parkpass. Wenn du länger als 7 Tage in den kanadischen Nationalparks bist, lohnt sich eine Jahreskarte (Parks Canada Discovery Pass) gegenüber einer Tageskarte.

Den Pass bekommst du an den Eingängen oder in den Besucherzentren der Nationalparks. Wir hatten uns den Pass am Parkplatz des Giant Cedars Boardwalk Trails gekauft.

Fazit – Lohnen sich die kanadischen Rocky Mountains?

Wir würden ohne Zweifel sofort die Taschen packen und nochmal die Reise antreten, auch wenn es die gleiche Route wäre. Die Fahrt auf den Highways durch die Bundesstaaten British Columbia und Alberta, sowie die gewaltige Berglandschaft der kanadischen Rocky Mountains würde uns keine Sekunde zweifeln lassen.

Vor der Reise fragten wir uns: Wollen wir wirklich zwei Wochen in die Berge, obwohl wir die Alpen in der Nähe haben? Nach dieser Reise können wir sicher sagen, ja! Die Alpen und die kanadischen Rocky Mountains sind nicht miteinander vergleichbar. Selbstverständlich bieten sowohl die Alpen als auch die Rocky Mountains beeindruckende Bergkulissen und sind ein Traum für Outdoor-Begeisterte sowie Naturfreunde. Beide haben ihre Daseinsberechtigung!

Kanada Rocky Mountains Icefield Parkway Banff
Die unendlichen Weiten und die Wildnis machen die Rocky Mountains in Kanada einzigartig

Doch die Rocky Mountains in Kanada sind viel einsamer, wilder und flächenmäßig deutlich weitläufiger. Es gibt dort unendlich viel Wald, unendlich lange Highways ohne ein einziges Dorf am Straßenrand. Außerdem gibt es in den Rockies Tiere (z.B. Bären und Elche), die in den Alpen nicht leben. Auch die bekannten Gletscher Seen wollten wir mal mit den eigenen Augen sehen und wissen, ob diese wirklich so „unnatürlich“ türkis-blau sind. Ja, sie sind es!

Über den Autor

Sebastian ist Outdoor-Begeisterter und liebt das Reisen, vor allem mit seinem Schlauchkajak im Rucksack. Seinen Blog Paddleventure betreibt er zusammen mit seinem Bruder. Dort berichten beide über ihre Touren auf dem Wasser und die unendlichen Möglichkeiten, die sich mit einem Schlauchboot ergeben. Schau doch gerne mal auf ihrem Blog vorbei.

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